Teil 4  

  9.03.2003

 

Unser Fühlen ist aus den sechs Grundgefühlen Freude, Traurigkeit, Leiden, Wut, Angst und Liebe aufgebaut, siehe 1.5. Das Spektrum möglicher Gefühlsfärbungen ist von daher bei uns allen Menschen gleich.

Frage   Haben wir alle dieselben Gefühle, nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten!?


Unser Fühlen, über längere Zeiträume betrachtet, ist zumeist unterschiedlich in der Intensität als auch in der Färbung.

Beispiele   

  • Jemand erlebt wiederkehrend lange Perioden der Freude. In diesen empfindet sie oder er das eigene Leben als heil und in Ordnung. Er oder sie ist mit dem, was sie oder er hat, tut und ist, zufrieden und froh in den Kontakten mit seinen oder ihren Mitmenschen.
    Jemand anders erlebt wiederkehrend lange Perioden des Leidens. Er oder sie geht unsicher durch die Welt, ist zumeist unzufrieden über sich und die Mitmenschen. In Verbindung mit vielen alltäglichen Tätigkeiten empfindet sie oder er unterschwellig Angst.
  • Jemand ist oftmals traurig über ihr oder sein Leben. Er oder sie empfindet wenig Erfüllung im eigenen Dasein, zieht sich gerne zurück und leidet still. Ihre oder seine Zurückgezogenheit beschert ihm oder ihr oftmals auch Geborgenheit und Frieden.
    Jemand ist oftmals wütend, angespannt und verteilt Vorwürfe an seine oder ihre Mitmenschen. Anschließend macht sie oder er sich zumeist selber Vorwürfe über die eigenen Verhaltensweisen. Er oder sie ist zumeist tatkräftig und führt Projekte oftmals zu einem für andere und für ihn oder sie selber erfolgreichen Abschluss.
  • Jemand erlebt gefühlsmäßig Höhen und Tiefen. Mal ist sie oder er abgrundtief traurig, dann wieder wütend und an anderen Tagen erfüllt mit Glück.
    Die Gefühle von jemand anderem sind stetig. Einen Tag empfindet er oder sie zumeist wie den nächsten.

4.4 Mein Fühlen hat charakteristische Ausprägungen.


Tipp   Notieren Sie in Ihrer Stimmungskurve auch Ausschläge von Wut, Traurigkeit, Angst und Liebe. Vergleichen Sie diese mit ihren Mitmenschen.




Ja! So ist es.
Nein! Ich denke und fühle anders.
Ich will mich nicht entscheiden. Es gibt Für und Wider diese Aussage.
Diese Aussage hat für mich keine Bedeutung.
Ich will zu dieser Aussage keine Stellung beziehen.

Anmerkungen:


 

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